Mittwoch, 31. Oktober 2007

Hallo liebe Daheimgebliebenen und Woandersweilenden


Web.de geht nich, deshalb so,

ich habe das Ziel meiner Reise erreicht. Palu ist nun also mein neues Zuhause für die nächsten 2 Monate, schon ein komisches Gefühl irgendwie. Über meine Reise hier her will ich eigentlich gar nicht viel schreiben. Zu erwähnen ist allerdings, dass einfach alles schief gegangen ist. Ok, keines der Flugzeuge ist abgestürzt, aber es flog auch kein einziges Flugzeug planmäßig. Von einer 20stündigen Verspätung in Frankfurt, einem Hotelaufenthalt in Singapur über Unwetter bis hin zu vermisstem Gepäck (was sich 2 Stunden später wieder eingefunden hatte) war alles dabei. Umso schöner ist es, endlich mal auspacken zu können.

Gerade eben hat mich mein neuer Mitbewohner Norbert gerade im Haus herumgeführt. Es ist um ein mehrfaches größer und schöner, als ich vermutet habe. Wir haben eine eigene Putzfrau und unglaublich viel Platz. Zwei Zimmer stehen noch leer. Wahrscheinlich werden wir die meiste Zeit zu zweit oder zu dritt sein.

Nun sitze ich also in meinem neuen Zimmer und habe sogar Internetzugang, wahnsinn. Draußen sind ungefähr 35°C aber angenehm windig. Über meinen Schreibtisch führt eine Ameisenstraße irgendwohin. Eigentlich will ich gar nicht wissen wohin. In unserem Garten wachsen übrigens Papayas, ansonsten ist er ziemlich zugewuchert, weil niemand Zeit findet, ihn zu pflegen.

Ich bin froh, dass es hier Leute gibt wie mich, die hier nur für eine Zeit sind, die auch wert auf soziale Kontakte legen und sich immer über Besuch freuen. Ich bin gespannt auf alles was kommt und werde heute Abend erstmal meinen Mitbewohner über alles ausfragen.

Morgen werde ich mich auf jeden Fall gleich in die Arbeit stürzen. Es geht nach Toro, dem größten Stützpunkt des Storma-Projektes. Für die, die überhaupt nicht wissen, was ich da im Dschungel überhaupt mache: Ich werde eine so genannte Waldinventur durchführen, also auf ausgewählten exemplarischen Plots Daten (Höhe, Kronendurchmesser, Architekturtyp, Höhe des Astansatzes usw.) messen um 1. ein so genanntes Biomass-Modelling durchzuführen und 2. Rückschlüsse auf die verschiedenen Höhenmeter machen zu können. Am Sonnabend werde ich wieder in Palu sein um am Montag dann für eine Woche im Lore Lindu Nationalpark Daten zu sammeln. So ungefähr werden sich dann die ganzen zwei Monate gestalten. Ich werde versuchen, einmal die Woche eine Rundmail zu schicken. Außerdem werde ich mir auch eine Simkarte für mein Handy kaufen. Adresse und Telefonnummer gebe ich durch, sobald Norbert wieder da ist.

Hier noch ein paar Eindrücke in Stichpunkten:

- Katzen haben hier fast alle nur halbe Schwänze.
- Ich habe noch keinen einzigen Hund gesehen.
- Frauen die rauchen gelten als Flittchen.
- Die Mädchen reden mich mit Sister an.
- Das Klopapier ist hier immer wellig, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit.
- Geckos sind meine Freunde, denn sie sitzen hinter Wandbildern und naschen heimlich Mücken.
- Alle jungen Leute fahren Moped. Es gibt kein funktionierendes Nahverkehrsnetz in Palu.
- Die Mädchen hier sind alle toll gekleidet. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich andere Klamotten mitgenommen

Meldet euch so viel ihr könnt, denn glaubt mir, auch wenn es so aussieht als wäre ich im Paradies, ist es doch alles ganz anders und ich vermisse euch alle.

Liebe Grüße,

Eure schon jetzt von Moskitos fast ausgeschlürfte Tine

PS: Die ersten Fotos sind schon bei Studi-Vz.
Zeitunterschied sind 8 Stunden, also ich bin euch 8h voraus.

Dienstag, 2. Oktober 2007


Allet Jute ßun Jeburtstach lieber Markus

wünscht dir deine

LieblingsWG

und

janz Balin

Sonntag, 9. September 2007

Orange County Hardcore in Moskau

Auf meinem Weg vom Flughafen zum Wohnheim stieß ich überraschenderweise auf Aufkleber in der Metro: Ignite spielen in Moskau! Die Adresse des Clubs (Tabula Rasa) war schnell ausfindig gemacht und am 6.9. machte ich abends auf dem Weg dahin. Da mensch hier sonst auf den Straßen sehr aufgestylte Menschen sieht, war ich angenehm überrascht dort das üblich Klientel von mehr oder weniger verlodderten Alternativen vorzufinden. Mit 600 Rubel (18€) war der Spaß zqar nicht gerade billig, dafür gabs aber auch 3 Bands zu sehen. Den Anfang machten Engage at Will aus St. Petersburg. Netter Hardcore wobei der Sänger schwächen bei den melodiösen Parts und stärken beim shouten offenbarte. Die Circle Pit wurde auch sofort von ein paar halbwüchsigen Eröffnet. Dies war sowieso eine der Lieblingsbeschäftigen des Publikums, wobei sich jedoch schnell konditionelle Schwächen offenbarten.
Die zweite Band war Montreal aus Hamburg. Die machten eher Spass-Skate-Punk mit deutschen Texten und haben anscheinend schon gewisses Standing in Moskau, denn die Stimmung nahm merklich zu. Witzig waren sie allemal, obwohl sie für meinen Geschmack weniger labern und mehr Musik hätten machen können.
Als Ignite die Bühne betraten nahm das Alter der Zuschauer merklich zu. Die Stimmung wahr selbstverständlich am überköcheln, nur das wirklich exzesiv betriebene Stagediving und Crowdsurving nervte tierisch. Auch die Band hatte sichtlich Spaß an ihrem ersten Auftritt in Moskau und interagierte hervorragend mit dem Publikum. Der negative Höhepunkt des Abends war für mich jedoch eine unbedachte Stagediving Aktion vom zweiten Stock des Clubs. Aus 6 Meter höhe in die Menge zu hüpfen macht sicherlich Spaß, jedoch sprang ein Typ ohne zu kucken direkt auf jemand einzelnen drauf. Der ging zu Boden, war bewusst los und konnte danach nur noch taumelnd laufen. Wir ham ihn rausgebracht aber keine Ahnung obs dem gut geht. Danach hatte ich so ein bisschen die Lust verloren, zumal Ignite das nicht mitgekriegt hatte und die Leute weiten zum diven aus dem zweiten Stock animierten.
Trotzdem wars insgesamt ein gelungener Abend, zumal ich von nem Typen noch etwas über die russische Hardcoreszene erfahren konnte und stolz von ihm die nächsten Konzerttermine angesagt bekommen habe: Comeback Kid und Rise Against stehen demnächst an. Wenn die Kohle reicht bin ich dann wieder mit dabei. Denn schließlich fühlt man sich fast ein bisschen zu Hause wenn man in nem fremden Land mit fremden Leuten seine Lieblingssongs gröhlt.

Bis demnächst, Markus.

Sonntag, 15. Juli 2007

Donnerstag, 12. Juli 2007


ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG LIEBER JOCHEN



Dienstag, 19. Juni 2007

und es war sommer...


betrachtet man mal so unsere blogeinträge der letzten wochen bzw. monate, wird klar, es ist sommer naja fast jedenfalls und mensch hat coolere sachen zu tun als blogeinträge zu schreiben. eine karge Wortwüste hat sich hier ausgebreitet und alles Lebende unter sich begraben. in ermangelung von coolness meinerseits ist es mir möglich doch mal die rhetorische gießkanne auszupacken und die bloglandschaft zu begrünen.

hier einige spektakuläre ereignisse im überblick:

- die zahnbürsten haben sich vermehrt
- jochen wird jetzt außer sexy, intelligent und erfolgreich auch noch reich
- der papiermüll koaliert neuerdings mit den pfandflaschen
- die mehlmottenplage greift weiter um sich
- ich kann bald wieder meine miete bezahlen
- unser balkon erfreut sich wieder an unserer gegenwart ...

ich bitte, weitere entscheidende begebenheiten zu ergänzen und verbleibe für diesen wunderschönen tag herzlichst,

eure tine

Faulet Pack